Vortrag: 60. DGSMP-Jahrestagung, Berlin
Vom 17. bis 19. September 2025 fand die 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention unter dem Motto „Teilhabe und Ko-Kreation“ statt. Das Projektteam „Arbeiten – wie ich es will!“ zeigte, wie Partizipation in Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit Menschen mit Behinderung umgesetzt werden kann.
Daniel Krüger von der Sozialforschungsstelle Dortmund eröffnete die Session mit einer Einführung in Co-Creation. Er erklärte, warum Beteiligung entscheidend ist, welche Kriterien sie erfüllen muss und welche Chancen sie in FuE-Projekten bietet. Anschließend berichtete Noemi Heck aus den Franz-Sales-Haus-Werkstätten von ihren eigenen Erfahrungen mit beruflicher Orientierung und den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Ihre Perspektive bildete den Ausgangspunkt für die Präsentation von Jill Backs, Joline Düring und Noemi Heck, die die partizipative Entwicklung eines KI-gestützten Bedarfsanalyseinstruments vorstellten. Das Instrument entstand durch Co-Design und ein partizipatives Team für Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedürfnisse der Nutzer:innen direkt einzubinden.
Den Abschluss gestaltete Felix Fankhänel, der die Rahmenbedingungen für den Einsatz des KI-Tools erläuterte. Er teilte Erkenntnisse aus Embedded Research und Expert:inneninterviews mit Unternehmensmitarbeitenden und zeigte, wie praxisnahe Forschung und Entwicklung ineinandergreifen.
Die Session stieß auf reges Interesse. Diskutiert wurde über Eingliederungshilfe, berufliche Orientierung und die praktische Umsetzung von Partizipation. AWIEW machte deutlich, dass echte Beteiligung von Betroffenen nicht nur möglich ist, sondern die Qualität von Forschung und Entwicklung nachhaltig steigert.






